Toolification – Die Ambivalenz digitaler Applikationen

Dieser Beitrag untersucht die Evolutionsgeschichte digital gestützter Lehr-Lernressourcen an Hochschulen und beleuchtet aktuelle Diskussionen über deren Relevanz und Wirksamkeit. Insbesondere wird auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Digitalisierungsprozesse und das Nutzer:innenverhalten digitaler Tools eingegangen, mitsamt ihrer paradoxalen Dynamiken. Diese Dynamiken werden in Zusammenhang mit den strukturellen Bedingungen an Hochschulen gebracht. Des Weiteren werden Begrifflichkeiten wie Formate, Methoden, Medien und Technologien vom Begriff des digitalen Tools abgegrenzt und miteinander in Bezug gesetzt. Es wird auch die Bedeutung aktueller technologischer Fortschritte wie KI-Tools für die Hochschullehre sowie die Rolle verschiedener Akteur:innen und deren Entscheidungskontexte multiperspektivisch herausgearbeitet. Strukturelle Herausforderungen wie Datenschutz, Urheberrecht und Lizenzmanagement bei der Auswahl geeigneter Tools aber auch soziale Herausforderungen, wie Zugänge, inklusive Gestaltung und Heterogenitätssensibilität finden sich als Querschnittsthemen im Beitrag wieder.

Zur Person:

Lisa David leitet seit 2022 an der Fachhochschule St. Pölten das Service- und Kompetenzzentrum LEARN, das sich mit Lehr-Lernentwicklung und fachübergreifenden Bildungsangeboten beschäftigt. Als Bildungswissenschaftlerin mit Schwerpunkten in der Lehr-Lernforschung fokussiert ihre Forschung didaktische Reflexionsstrategien, Beziehungsgestaltung von Hochschullehrenden und Lehrentwicklung. Seit 2010 ist Lisa David freiberufliche Dozentin für die Themen qualitative Forschung und Erwachsenenbildung als wissenschaftliche Disziplin. Zudem hält sie hochschuldidaktische Workshops zu Lehr-Lern-Themen an unterschiedlichsten Hochschulen in Deutschland, Luxemburg und Österreich. Zusätzlich begleite sie strategische Projekte im Bereich Lehre an Hochschulen, aktuell in ebendiesen Ländern.

 

Podiumsdiskussion:

Direkt im Anschluss an die Keynote fand eine Podiumsdiskussion statt. An dieser nahmen folgende Personen teil, welche einen Beitrag zum Schwerpunktthema "Toolification – Die Ambivalenz digitaler Applikationen" des am 22. März erschienenen fnma Magazins verfasst haben:

  • Wolfgang Ruge (FH Wien der WKW)
  • Daniela Wetzelhütter (FH Linz)

 


Toolification: Welche Mittel zu welchem Zweck?

Folien zur Keynote

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Aufzeichnung des Livestreams