Gemeinsam für offene Hochschullehre - OER, einfach mitmachen! Ein- und Ausblick zu Aktivitäten in Deutschland

Die Etablierung von Open Educational Resources (OER) ist eine bildungspolitische Zielsetzung in Deutschland. Der Beitrag bietet einen Rundblick indem er zentrale Themenfelder und einige aktuelle Entwicklungen sowie Initiativen, insbesondere im Hochschulkontext, aufgreift. 

OER sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die frei zugänglich sind und unter einer offenen Lizenz stehen (vgl. Deutsche UNESCO-Kommission). Vielfältige Aspekte und eine lernende Perspektive sind in diesem Zusammenhang wegweisend.

Das Konzept OER ist relativ neu im deutschen Hochschulkontext, im Vergleich zu Open Access. Mehrere Länderinitiativen wirken aktiv und gemeinschaftlich daraufhin das Leitprinzip der Offenheit auf verschiedenen Ebenen zu unterstützen (z. B. KNOER, AG OER-Repositorien u. Referatorien). Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung des Lehrens und Lernens ist es ein übergeordnetes Ziel, offene Zugänge zu Bildung und Wissen zu schaffen und die Entwicklung für eine Kultur des Teilens zu fördern. 

Als Praxisbeispiele werden u.a. das OER-Portal twillo, als zentrale Plattform für digitale Bildungsmaterialien sowie der Suchindex für Open Educational Resources in der Hochschullehre (OERSI.org) aufgegriffen. Gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) bietet twillo.de umfassende Services die neben der Open Source Infrastruktur, z.B. Kompetenzerwerb, Beratung und Community adressieren. Durch die Einbindung und Vernetzung über den OERSI, der derzeit mehr als 20 Quellen bündelt, werden vielfältige Bildungsmaterialien bereitgestellt. Dies zeigt wie durch länderübergreifende Zusammenarbeit das lokale Angebot von OER gesteigert werden kann. 

Mit der OER-Strategie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird betont, dass OER als ein wesentliches Instrument für den Kulturwandel im hoch differenzierten, zunehmend digitalen Bildungssystem sind (vgl. BMBF, 2022, S.4). Um die Handlungsziele zu erreichen bedarf es der ganzheitlichen Betrachtung und dem Zusammenwirken vielfältiger Akteure.

Noreen Krause ist Projektleitung für das OER-Portal twillo an der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover. Sie ist aktiv im Bereich Forschung und Entwicklung im Lab NTM. Ihr Weg führte über die Universitäten Göttingen, Wien, Tübingen und die Leibniz Universität sowie die Hochschule Hannover, wo sie als Projektleitung, Stabsstelle, Geschäftsführerin, E-Learning Professional und Beraterin aktiv war. Weitere Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themenfeldern Kompetenzentwicklung, nutzerzentrierten Entwicklung, Koordination, Strategie und Nachhaltigkeit.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen neben Noreen Krause auch Wolf Hilzensauer (PH Salzburg), Michael Kopp (Universität Graz) und Julia Schindler (Universität Innsbruck) teil, die auf die OER-Praxis in Österreich unter Berücksichtigung des BMBWF-geförderten Projekts „Open Education Austria“  eingehen.

ACHTUNG: Der hier rechts angegebene Link zum Webinar wird erst kurze Zeit vor Veranstaltungsbeginn aktiv.