Künstliche Intelligenz verändert die Hochschullehre grundlegend – insbesondere die Art und Weise, wie Wissen überprüft wird. Generative Modelle stellen traditionelle Prüfungsformate wie Seminararbeiten oder Online-Tests zunehmend infrage. Im Mittelpunkt des Talks zum Herbstmagazin stand die Frage: Wie kann Prüfungskultur unter den vorliegenden geänderten Bedingungen neu gedacht werden?
Den Anfang machte Dominikus Herzberg von der Technischen Hochschule Mittelhessen mit einer Keynote zum Thema. Im Anschluss daran fand eine Podiumsdiskussion mit weiteren Autor:innen unseres Herbstmagazins statt.
Generative KI verändert die Beziehungen im Didaktischen Dreieck grundlegend: Lehrende, Lernende und Lehr-/Lernstoff sind nicht mehr eindeutig aufeinander bezogen. Eine vielfach zu beobachtende Folge ist: Die Studierenden nutzen KI umfangreich, Lernprozesse werden abgekürzt oder finden kaum mehr statt. Deskilling und kognitives Offloading scheinen fast unvermeidlich. Kommunikation, Leistung und Verstehen werden entkoppelt – die didaktischen Bezugsordnungen aus dem Vor-KI-Zeitalter kommen durcheinander. Die Keynote diskutiert diese Entkopplungen als hochschuldidaktische Herausforderung. Zugleich werden zwei komplementäre Antworten vorgestellt:
Dominikus Herzberg (Prof. Dr. Dr.) ist Professor für Informatik an der Technischen Hochschule Mittelhessen und in der Informatik und den Bildungswissenschaften promoviert. In Forschung und Lehre beschäftigt er sich mit Wissenschaftsdidaktik, Design-Based Research und Higher Education in der Informatik.
Im Anschluss an die Keynote fand eine Podiumsdiskussion mit weiteren Autor:innen statt, welche einen Beitrag zum Schwerpunktthema "Prüfen, Planen, Programmieren: Hochschullehre zwischen KI, Ethik und Praxis" für das Herbstmagazin verfasst haben:
